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Energiespeicher
Inhalte des Forschungsschwerpunktes "Energiespeicher"

Die aus heutiger Sicht entscheidende Komponente für einen nachhaltigen Erfolg elektrischer Mobilität ist ein geeigneter Energiespeicher. Um die vom Kunden erwartete Verfügbarkeit seines Fahrzeugs zu gewährleisten, ist eine starke Steigerung der mobil nutzbaren Energiemenge notwendig.

Dies kann durch Erhöhung der Speicherkapazität der eingesetzten Energiespeicher erfolgen oder durch ihre effizientere Nutzung. Verluste bei Umspeichervorgängen oder bei der Wandlung mitgeführter chemisch gespeicherter Energie in elektrische Energie müssen minimiert werden.

Die Leistungs- und Energiedichte von elektrischen Speichern verhalten sich gegensinnig, d.h. eine höhere Leistungsdichte wird mit einer niederigeren Energiedichte erkauft. Sie verdeutlicht den Konflikt zwischen Energie- und Leistungsdichte, entsprechend Reichweite und Fahrleistung. Neuere Energiespeicher bieten bei gleicher spezifischer Leistung einen gestiegenen spezifischen Energieinhalt. Diese Entwicklung weiter voranzutreiben ist entscheidend, um Elektrofahrzeuge in Serie marktfähig zu machen.

Die heute verfügbaren Speicher für elektrische Energie können mit einer maximalen Energiedichte von etwa 330 Wh/kg nicht mit fossilen Brennstoffen mit einer Energiedichte von über 10 kWh/kg konkurrieren. Trotz vieler Vorteile, die sich durch Möglichkeiten zu rekuperativem Fahrbetrieb oder günstigerem tank-to-wheel Wirkungsgrad ergeben, besteht hier ein erheblicher Forschungsbedarf, um reinen Elektroantrieb alltagstauglich zu machen.

Der Wissensvorsprung, den sich insbesondere asiatische Länder durch die langjährige Nutzung moderner Batterietechnologie im Bereich mobiler informationstechnischer Geräte geschaffen haben, muss von Deutschland als Wissenschaftsstandort möglichst schnell aufgeholt werden.
 
Auslegung und Betrieb von Speichersystemen
Ein Projekt am Fachgebiet Energiewandlungstechnik


Herausforderung

Nach wie vor ist der Energiespeicher eine der kritischsten Komponenten elektrischer Mobilität. Es existieren zahlreiche elektrochemische, elektrostatische und kinetische Speichertechnologien mit verschiedenem Betriebsverhalten und höchst unterschiedlichen Kennwerten, speziell bei der Energie- und Leistungsdichte.



Ziele

Abhängig von den Anforderungen des jeweiligen Anwendungsfalls legen wir optimierte Speichersysteme aus und verifizieren diese an unseren Prüfständen. Wo eine Speichertechnologie nicht ausreicht, um allen Anforderungen zu genügen, entwickeln wir hybride Speichersysteme, beispielsweise aus Batterien und Doppelschicht-Kondensatoren (Supercaps).



Teilaspekte

  • Marktrecherche verfügbaren Technologien bezüglich relevanter Parameter.
  • Entwicklung von Speichersystemen aus einer oder mehreren Technologien.
  • Entwicklung von optimierte Betriebsstrategien bei dualen Speichersystemen, die je nach Anforderungen verschiedene Zielgrößen in den Mittelpunkt stellen.
  • Verifikation am Prüfstand (siehe Abbildung). Hier wird dem Speichersystem das Fahrzeugumfeld simuliert, so dass zum Beispiel Fahrzyklen nachgefahren werden können. Im Bild ist ein hybrider Speicher (Batterie und Doppelschicht-Kondensator) zu sehen.
  • Außerdem entwickeln wir zur Zeit einen modularen und frei parametrisierbaren Batteriesimulator, der das Verhalten aller Zelltypen elektrisch nachbildet.
 
Aktuelle Informationen