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Eine breite Einführung elektrisch angetriebener Fahrzeuge ist nur
möglich, wenn die benötigte Infrastruktur zur Verfügung steht. Für
Fahrzeuge mit Diesel oder Benzinantrieb ist
eine flächendeckende Versorgung mit Betriebsstoffen über das gut
ausgebaute Tankstellennetz verfügbar. Bereits bei Alternativen wie
Ethanol oder Biogas muss mit starken Einbußen bei der Nutzung des
Fahrzeuges gerechnet werden. Für elektrisch angetriebene Fahrzeuge
verschärft sich diese Problematik durch die geringe spezifische
Energiedichte der verfügbaren elektrischen Energiespeicher. Ein
tragfähiges Konzept zur schnellen, problemlosen und möglichst
jederzeitigen Versorgung mit Energie wird benötigt. Andererseits ist
durch die Anbindung aller Privathaushalte an das öffentliche Stromnetz
eine dezentrale Aufladung der Speicher beim Nutzer möglich. Dies wirft
einige technische, logistische und wirtschaftliche Herausforderungen
auf, die für einen flächendeckenden Einsatz gelöst werden müssen. Die
Entwicklung und der Aufbau einer entsprechenden Infrastruktur haben
daher zeitgleich mit der Entwicklung der Fahrzeuge selbst zu erfolgen.
Neben ihrem Primärnutzen - der Mobilität - bieten Elektrofahrzeuge im
Gegensatz zu konventionellen Fahrzeugen auch in Stillstandszeiten
Nutzwert. Durch die großen elektrischen Energiespeicher besteht die
Möglichkeit sie als Netzpuffer einzusetzen.
Die zyklische Alterung des Speichers steht einer wirtschaftlichen
Nutzung als Zwischenspeicher im Stromnetz entgegen. Es müssen daher aus
technischer Sicht standardisierte intelligente Energiemanagementsysteme
entwickelt werden. Wirtschaftlich gilt es, einen tragfähigen
Businesscase mit den Randbedingungen Eigentum, Hauptnutzung,
Nebennutzung, Verfügbarkeit und Alterung zu entwerfen.
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